Wort der Pfarrer

Liebe Mitglieder unserer Emmaus-Gemeinde,

auf Grund der derzeitigen Situation müssen auch wir als Gemeinde unsere Verantwortung für die Menschen ernstnehmen und den gemeinsamen Gottesdienst in der Kirche absagen. Ich fände es aber schön, wenn in vielen Häusern heute gebetet wird. Denn wo wir das auf Gottes Verheißung hin tun, da sind wir nicht allein, sondern stimmen ein in das große Gebet dieser Welt.

Mir ist es wichtig, dass unser Glaube keine Sicherheit für ein Leben ohne Gefahren bedeutet, auf Hoffnung hin leben wir. Und in alle Unsicherheiten unseres Lebens hinein hören wir die Stimme, die Jeder und Jedem zusagt: Fürchte dich nicht!

Lassen Sie uns auch in dieser Zeit auf Gott vertrauen, der uns aller Leben in Händen hält und ihn bitten, dass er uns die nötige Kraft für die nächsten Schritte gibt.

So können wir, wo immer wir gerade auch sind, beten für die, die uns am Herzen liegen und für diese zerrissene Welt.

Im Gottesdienst hätten wir heute Psalm 34 gebetet, vielleicht möchten Sie dies nun zu Hause tun.

Aus Psalm 34, EG 718:

Ich will den HERRN loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.

Meine Seele soll sich rühmen des HERRN, dass es die Elenden hören und sich freuen.

Preiset mit mir den HERRN und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen!

Da ich den HERRN suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.

Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude, und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden.

Als einer im Elend rief, hörte der HERR und half ihm aus allen seinen Nöten.

Der Engel des HERRN lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus.

Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!

 Fürchtet den HERRN, ihr seine Heiligen! Denn die ihn fürchten, haben keinen Mangel.

Reiche müssen darben und hungern; aber die den HERRN suchen, haben keinen Mangel an irgendeinem Gut.

Wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR und errettet sie aus all ihrer Not.

Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben. 20 Der Gerechte muss viel leiden, aber aus alledem hilft ihm der HERR.

Der HERR erlöst das Leben seiner Knechte, und alle, die auf ihn trauen, werden frei von Schuld.

 Gott,

wir sind verunsichert.

Wir fürchten uns vor dem, was um uns herum passiert.

Wir verfolgen die Nachrichten, die sich überschlagen.

Wir denken an die, die geschwächt oder vorbelastet sind.

Gott, wir bitten dich: Mach deine Kraft unter uns stark.

Hilf uns mit Besonnenheit durch die Tage zu gehen.

Zeig uns, wer Hilfe braucht, damit niemand allein bleiben muss.

Lass uns gute Entscheidungen treffen für das, was jetzt dran ist.

Gott, Du hast uns miteinander verbunden.

Auch wenn wir äußerlich auf Abstand gehen, bleiben wir verbunden durch Dich.

Du bist da in unruhigen Zeiten, mach uns ruhig in Dir.

Amen.

Seien Sie gottbefohlen,
Ihre Ruth und Frederik Koßmann

Wort der Pfarrer zum 3. Sonntag in der Passionszeit  2020-03-15